Stromspeicher für Photovoltaik: Lohnt sich ein Batteriespeicher 2026?

Stromspeicher für Photovoltaik: Lohnt sich ein Batteriespeicher 2026?

Photovoltaik und Stromspeicher – für viele Hausbesitzer klingt das nach dem perfekten Duo für mehr Unabhängigkeit vom Stromversorger. Doch ist ein Batteriespeicher 2026 tatsächlich wirtschaftlich sinnvoll? In diesem Artikel beleuchten wir die Vorteile, Kosten, Fördermöglichkeiten und Einsatzszenarien von Stromspeichern – und beantworten die zentrale Frage: Lohnt sich ein Batteriespeicher zur Photovoltaikanlage im Jahr 2026 wirklich?

 

1. Was macht ein Stromspeicher überhaupt?

Ein Stromspeicher (meist ein Lithium-Ionen-Akku) speichert den überschüssigen Solarstrom, der tagsüber produziert, aber nicht direkt im Haushalt verbraucht wird. Dieser Strom steht dann abends oder nachts zur Verfügung – also genau dann, wenn der Verbrauch am höchsten ist, aber die PV-Anlage nichts mehr produziert.

Ziel: Mehr Eigenverbrauch, weniger Strombezug

Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch einer PV-Anlage meist bei 25–35 %. Mit Speicher kann er auf 60–80 % steigen. Und das ist wirtschaftlich höchst relevant, denn jede nicht gekaufte Kilowattstunde spart aktuell (Stand 2026) ca. 35–38 Cent.

 

2. Wie viel kostet ein Stromspeicher 2026?

Die Preise für Stromspeicher sind in den letzten Jahren deutlich gesunken – auch wenn die Materialkosten und Lieferketten-Schwankungen (z. B. durch Rohstoffpreise) immer wieder für Bewegung sorgen.

Durchschnittliche Preise:

Speicherkapazität

Preis (inkl. Installation)

5 kWh

ca. 4.000–5.500 €

8–10 kWh

ca. 6.000–8.500 €

12–15 kWh

ca. 9.000–11.500 €

Faustregel: Pro nutzbarer Kilowattstunde Speicherkapazität kann man mit etwa 800–1.100 € rechnen.

Tipp: Die Preise hängen stark vom Hersteller, der Qualität und den Garantiebedingungen ab. Gute Systeme bieten 10 Jahre Garantie auf 70–80 % Restkapazität.

 

3. Lohnt sich ein Batteriespeicher wirtschaftlich?

Ob sich ein Stromspeicher finanziell rechnet, hängt von mehreren Faktoren ab:

a) Strompreis vs. Einspeisevergütung

Je größer der Unterschied zwischen dem Strompreis und der Einspeisevergütung, desto attraktiver ist die Speicherung. 2026 liegt die Einspeisevergütung meist bei 8–9 Cent/kWh, während der Netzstrom 35–38 Cent/kWh kostet – eine Differenz von rund 27–30 Cent pro kWh.

Je mehr du selbst verbrauchst statt einspeist, desto mehr sparst du.

b) Eigenverbrauchsquote

Mit Speicher lässt sich die Eigenverbrauchsquote meist verdoppeln oder sogar verdreifachen, was sich vor allem bei hohen Strompreisen rechnet. Die Faustregel: Je höher dein Stromverbrauch, desto lohnender ist ein Speicher.

c) Lebensdauer und Zyklenzahl

Ein typischer Lithium-Ionen-Speicher hat 6.000–10.000 Ladezyklen und hält je nach Nutzung 10–15 Jahre. In dieser Zeit lassen sich viele tausend kWh Strom speichern und nutzen.

4. Beispielrechnung: Lohnt sich ein Speicher?

Ein realistisches Rechenbeispiel:

  • PV-Anlage: 8 kWp → 8.000 kWh Ertrag/Jahr

  • Eigenverbrauch ohne Speicher: 30 % = 2.400 kWh

  • Eigenverbrauch mit Speicher: 65 % = 5.200 kWh

  • Ersparnis durch zusätzlichen Eigenverbrauch: 2.800 kWh × 0,35 €/kWh = 980 €/Jahr

  • Speicher-Investition: ca. 8.000 €

  • Amortisation: ca. 8–10 Jahre

Fazit: Der Speicher trägt sich langfristig selbst, wenn Strompreise hoch bleiben – und bietet zusätzlich Sicherheit bei steigenden Energiepreisen.

5. Weitere Vorteile eines Stromspeichers

Auch wenn die Wirtschaftlichkeit wichtig ist – ein Speicher bietet noch mehr Vorteile, die viele Hausbesitzer überzeugen:

Mehr Unabhängigkeit vom Stromversorger

Mit Speicher lässt sich der Bezug aus dem Netz massiv reduzieren. In Kombination mit einer gut dimensionierten PV-Anlage sind Autarkiegrade von 60–80 % möglich.

Notstromversorgung (bei manchen Systemen)

Einige Speicherlösungen bieten eine Notstromfunktion – bei Stromausfall springt der Speicher ein und versorgt den Haushalt zumindest teilweise weiter.

Nachhaltigkeit

Wer mehr eigenen Solarstrom nutzt, trägt aktiv zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes bei und macht seine Energieversorgung zukunftssicher.

 

6. Gibt es 2026 noch Förderungen für Stromspeicher?

Ja – neben der Umsatzsteuerbefreiung (0 % MwSt. auf PV + Speicher seit 2023) bieten viele Bundesländer und Kommunen regionale Förderprogramme. Einige Beispiele:

  • NRW: Zuschüsse für Speicher zwischen 200–1.000 €

  • Bayern: Förderung für Speicher in Kombination mit PV und E-Mobilität

  • Berlin & Hamburg: Zeitweise Speicherzuschüsse – stark nachgefragt

Tipp: Förderprogramme ändern sich regelmäßig – aktuelle Infos gibt es bei der KfW, Landesbanken oder Energieagenturen.

 

7. Was sollte man beim Kauf eines Speichers beachten?

Damit der Speicher optimal zur PV-Anlage passt, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Speichergröße: Nicht zu groß, nicht zu klein – ideal ist eine Speicherkapazität von ca. 1 kWh je 1.000 kWh Jahresstromverbrauch

  • Systemkompatibilität: Speicher sollte zum Wechselrichter oder Energiemanagementsystem passen

  • Notstromfähigkeit: Nur relevant, wenn du eine Backup-Versorgung willst

  • Zyklenfestigkeit & Garantie: Mindestens 10 Jahre Garantie empfehlenswert

  • Installationsbetrieb: Auf zertifizierte Fachbetriebe setzen

8. Fazit: Batteriespeicher lohnen sich – unter den richtigen Bedingungen

Ein Stromspeicher ist 2026 mehr als nur eine technische Spielerei: Er kann ein wirtschaftlich sinnvoller Baustein für mehr Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit sein. Vor allem bei hohen Strompreisen, hohem Eigenverbrauch und sinkenden Speicherpreisen wird der Speicher zur attraktiven Ergänzung.

Wer sich für eine PV-Anlage entscheidet, sollte den Speicher von Anfang an mitplanen – auch wenn er erst später installiert wird. Denn der wirtschaftliche und ökologische Nutzen ist dann am größten, wenn alles perfekt aufeinander abgestimmt ist.


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